Neujahrstauchen

01.01.2020 * Strandbad Ingelheim * ab 13:00 Uhr

"Kopf unter" 14:15 Uhr

Wir verlangen kein Geld für Essen und Trinken aber wir bitten herzlich um ein Spende für den guten Zweck.

Jedes Jahr unterstützen wir ein Projekt unter dem Motto "von Dromersheim für Dromersheim"

Durch unsere Sponsoren sind wir bis jetzt in der Lage, 100% der Spendegelder  in die Projekte zu geben.

Auf dieser Seite sind Informationen zum aktuellen Projekt, aber auch über unser Engagement aus den vergangenen Jahren zu finden .

 

2020

Hallo,

ich bin Mats, bin 7 Jahre alt und aus Aspisheim. Ich leide am ATRX-Syndrom, einem sehr seltenen Gendefekt. Ich kann nicht laufen und auch nicht sprechen.

Viele denken ich bekomme nicht mit was um mich herum los ist, aber das stimmt nicht – ich kann es nur nicht so zeigen. Das nervt manchmal aber ich kenne es nicht anders da ich das schon habe seit ich auf der Welt bin.

Mama und Papa sind toll, sie sind immer für mich da und sie fahren weite Wege, weil es so wenig Orte gibt wo man weiß was mir hilft. Zweimal im Jahr fahren wir in die Slowakei zur Adeli-Therapie und nach St. Leon-Rot zur Petö-Therapie beim Verein „Fortschritt“. Da lerne ich sehr viel und ich muss alle Übungen sehr oft machen. Aber es sind die Einzigen die mir helfen können. Mittlerweile kann ich schon fast stehen. Papa sagt immer: „Wer aufgibt, hat schon verloren“. Leider beteiligt sich die Krankenkasse nicht an den Therapie- und Reisekosten.

 

 

2019

Wir sind überwältigt!

 

 

So viele Menschen waren bereit Vanessa und ihrer Familie zu helfen, dass jetzt schon fast 10000 Euro erreicht werden konnten. Wir danken dafür im Namen von Vanessa und ihrer Familie allen die ein Herz gezeigt haben und mit ihrer Spende weitere Therapien zur Genesung von Vanessa möglich machen. Wer noch spenden möchte kann dies jedoch noch weiter tun, per klassischer Überweisung.

Vielen Dank.

 

Vanessa Brandt - eine junge Frau kämpft sich mit eiserner Kraft zurück ins Leben. Nachdem wir Vanessa persönlich kennenlernen durften, verfolgen wir welche unglaublichen Fortschritte sie durch besondere Therapien im Ausland erreicht hat. Sie kämpft sich, mit der Unterstützung ihrer Familie Stück für Stück zurück in ein selbsbestimmtes und selbstständigeres Leben. Doch der Weg dahin ist noch weit und weitere Therapien dringend notwendig. Sehr gerne engagieren wir uns mit dem Neujahrstauchen 2019 wieder für dieses Projekt, das uns zur Herzenssache geworden ist.

Bericht der Allgemeine Zeitung von 27.12.2018

Spenden haben Sprechen ermöglicht
Von Sören Heim

Vanessa Brandt aus Bingen-Dromersheimer braucht nach Schicksalsschlag besondere Therapie. Die Ingelheimer Neujahrstaucher sammeln dafür Geld.

Familie Brandt – Vater Bernhard, Mutter Carmen, Schwester Kathrin Andel, Vanessa und Bruder Jan Brandt (ganz rechts) – mit Alex und Birgit Laurijsse (hinten).
Foto: Sören Heim
 
DROMERSHEIM/INGELHEIM - Es war ein Schicksalsschlag. Einer, der aus heiterem Himmel kam. Vor etwa drei Jahren hat die 31-jährige Vanessa Brandt aus Dromersheim plötzlich Kopfschmerzen. Bei einer Notoperation wird ein Aneurysma (eine Arterienerweiterung oder arterielle Aussackung) entdeckt, doch obwohl die OP erfolgreich verläuft, ist die Sache noch nicht ausgestanden. Zwei Schlaganfälle folgen. Vanessa überlebt, ist aber halbseitig gelähmt, auf einem Auge blind und pflegebedürftig. Nicht nur die Familie steht in dieser Notsituation voll hinter ihr. Auch das Umfeld zieht an einem Strang. Freunde, Verwandte, Vereine, sie alle Spenden, um die Pflege zu Hause und die Therapien zu ermöglichen, die Vanessa wieder ins Leben integrieren sollen. Freunde kommen regelmäßig zu Besuch, und alle drei Geschwister wohnen im nahen Umfeld, um oft bei der Familie sein zu können. Mutter Carmen hat ihren Beruf aufgegeben, um Vanessa pflegen zu können.
 
Unter den Unterstützern waren damals auch die Ingelheimer Neujahrstaucher, deren Vorsitzender Alex Laurijsse ebenfalls aus Dromersheim kommt. In solch einem Fall könne Hilfe natürlich keine einmalige Sache sein, sagt er. Vanessa und ihre Familie brauchten fortdauernde Unterstützung. Darum möchten die Neujahrstaucher ihr diesjähriges Tauchen am 1. Januar ab 13.30 Uhr am Strandbad Ingelheim wieder der Hilfe für Vanessa widmen. Während der Veranstaltung, im Vorfeld und danach werde man Spenden sammeln. Denn, so Laurijsse: Vanessa gehe es heute deutlich besser, aber es brauche für diese Fortschritte dauerhafte Therapie, die nicht allein durch Kassenleistungen gedeckt sei.
 
 
Tatsächlich seien die Fortschritte immens, erzählt Mutter Carmen, und Vanessa bestätigt das gleich: „Das Gefühl, dass es vorangeht, habe ich, seit ich wieder sprechen kann.“ Allein, dass Vanessa selbst ins Gespräch eingreifen kann, war vor einem Jahr alles andere als ausgemacht. Dreimal wurde allein versucht, operativ die Schädeldecke wieder zu schließen. Ehe beim dritten Versuch die Wunde tatsächlich verheilte, hatten Ärzte schon beinahe aufgegeben. Für die raschen Fortschritte, die seitdem erzielt wurden, macht die Familie auch die Adeli-Therapie verantwortlich, die im slowakischen Piešany durchgeführt wird. Die umfasst Rehamaßnahmen und Training für die Muskulatur, wobei für die Raumfahrt entwickelte Anzüge mit starken Gummibändern eingesetzt werden, die ursprünglich dem Muskelabbau in der Schwerelosigkeit entgegen wirken sollten. „Seitdem hat Vanessa überhaupt wieder ihre Körpermitte gefunden, kann sich wieder selbst gerade halten“, so die Mutter. In Deutschland würden zu selten und zu kurze Rehamaßnahmen bewilligt, ist Carmen Brandt überzeugt. Ohne die auch durch Spenden ermöglichte Eigeninitiative könnte Vanessa wahrscheinlich heute sich weder so gut bewegen, noch sprechen, wie sie es wieder kann.
 
Für die Neujahrstaucher ist das Helfen in diesem Fall Ehrensache. Denn das Ehepaar Laurijsse ist begeistert vom Einsatz der Familie und hat sich mit Vanessa und Familie längst angefreundet. „Es gibt viele gute Gründe zu spenden, und wir haben uns auch schon für ganz unterschiedliche Initiativen eingesetzt“, erzählt Laurijsse. „Aber hier sieht man eben direkt, was man bewirken kann, und Vanessas Schicksal liegt uns besonders am Herzen.“ Entsprechend sei man sich schnell einig gewesen, dass weitere Hilfe für Vanessa sinnvoll und notwendig sei.
 
Die Neujahrstaucher hoffen auf eine rege Beteiligung beim Tauchen und große Spendenbereitschaft.

 

2018

Viele Vereine aber auch Privatpersonen aus Dromersheim und Umgebeung haben sich auf vielfältige Weise und mit unterschiedlichen Aktionen engagiert, um Vanessa und ihre Familie zu unterstützen. Da uns das Schicksal der jungen Frau sehr zu Herzen geht, haben wir uns entschieden die Spenden von insgesamt über 1300,- € vom Neujahrstauchen 2018 an Familie Brandt zu geben, um so einen Beitrag für weitere, dringend notwendige Therapien zu leisten.

Wir werden das Schicksal von Vanessa weiterhin verfolgen.

 

Ein Aneurysma verändert das Leben einer jungen Dromersheimerin radikal

Vanessa ist eine aktive und zielstrebige, junge Frau. Sie ist 27 Jahre alt, als in ihrem Kopf ein Blutgefäß platzt. Seitdem hat sich das Leben von Vanessa und ihrer Familie aus Dromersheim radikal verändert.

DROMERSHEIM - Wenn sie die Augen länger schließt, heißt das Ja. Nur so kann sich Vanessa Brandt mitteilen. Sprechen ist unmöglich, Gliedmaßen bewegen ist kaum möglich. Aber Lächeln kann sie noch, und gelächelt hat Vanessa früher oft. Die Leute erzählen von einer humorvollen, lebensfrohen und aktiven jungen Frau.
Sommer 2015: Vanessa hat Kopfschmerzen. Kommt vielleicht von der Periode, sagt der Arzt. Es kommt nicht von der Periode. Sie ist 27 Jahre alt und bei ihrem Freund in der Wohnung, als es passiert. "Stopp, hier stimmt was nicht, ruf meine Eltern und den Notarzt an", kann sie noch sagen. Krankenwagen, Uniklinik Mainz, Not-OP. Vanessa wird der Kopf aufgebohrt. Die Ärzte entdecken ein Aneurysma, ein krankhaft ausgestülptes Blutgefäß. Es ist geplatzt. Sechs Tage später ist sie wieder ansprechbar.
Doch die Ärzte wissen: Jetzt droht ein Schlaganfall, besonders zwischen dem achten und zwölften Tag nach der Notoperation. Bei Vanessa passiert es am zehnten. Sie erleidet einen derart heftigen Schlaganfall, dass die Ärzte der Familie nahelegen, sich Gedanken über Vanessas Beerdigung zu machen. Zwei Tage später wendet sich das Blatt. Nach einer weiteren Operation ist klar: Vanessa wird es packen. Sie wird links gelähmt und auf dem linken Auge blind sein. Doch angesichts der Umstände ist es schon ein Erfolg, dass Vanessa nach vier Wochen wieder selbstständig atmen kann
Hilfsaktion
In Dromersheim läuft eine große Hilfsaktion für Vanessa. Angestoßen hat sie Werner Blumers, der Vanessas Familie seit Langem kennt. Zahlreiche Menschen haben sich seitdem bei ihm und Vanessas Eltern gemeldet, alle Dromersheimer Vereine ziehen mit. Im Oktober planen die Vereine eine kulinarische Weinprobe, deren Erlös an Vanessas Eltern gehen soll. Sie benötigen Geld, um ihr Haus behindertengerecht umzubauen und Vanessas Mobilität zu verbessern. Auch Gewerbetreibende werden um Spenden gebeten. Vanessas Eltern sind für jede Hilfe dankbar.
Vanessa ist das jüngste von vier Kindern, die Familie Brandt lebt seit 30 Jahren in Dromersheim. Ihr Vater ist Heizungsmonteur, ihre Mutter Hauswirtschafterin. Sie hat ihren Beruf aber vorerst aufgegeben, um sich ganz Vanessa widmen zu können. Eigentlich wollte ihre Mutter auch beim Gespräch mit der AZ dabei sein, musste aber dringend mit Vanessa in die Klinik nach Mainz fahren.
Vanessa war "selbstständig und zielstrebig"
Obwohl Vanessa schwerst pflegebedürftig ist, stemmen die Eltern und Geschwister ihre Betreuung alleine. Gerade bauen die Eltern das Haus behindertengerecht um und haben einen Kleinbus gekauft, in dem sie Vanessa mit ihrem sperrigen Spezial-Rollstuhl transportieren können. Sie in ein Pflegeheim zu geben, stand nie zur Debatte. "Es war von vornherein klar – wenn sie überlebt, kommt sie heim", sagt ihr Vater Bernhard Brandt.
Er beschreibt Vanessa als eine Frau, die selbstständig und zielstrebig war. Die ihr Studium der sozialen Arbeit alleine finanziert hat. "Ich musste nicht mal eine Büroklammer für sie bezahlen", sagt er. Egal ob werktags oder am Wochenende: Vanessa war immer in Bewegung, arbeitete neben der Schule und dem Studium bei der Bäckerei Lüning, im Altenheim und der Suchtberatung der Caritas Bingen. Sie trainierte Yoga, tanzte im Carneval Club Leddekepp und leitete dort die Männerballettgruppe.
"Sie wieder hinbekommen", das ist das Ziel ihres Vaters. In seinem Blick mischen sich Skepsis und Hoffnung. Vanessas Reha lief nicht nach Plan. Für die Operationen schnitten die Ärzte ein handtellergroßes Stück aus ihrer Schädeldecke. Zweimal sollte es wieder eingesetzt werden, zweimal verheilte es nicht und musste wieder entfernt werden. Ihr Zustand verschlimmerte sich. Das Loch im Kopf soll in ein paar Wochen mit einer Spezialplatte geschlossen werden.
Es ist die drückendste Frage, aber was gerade in Vanessa vor sich geht, weiß niemand zu sagen. Ihre Mutter ist sich sicher, dass sie ihre Umgebung bewusst wahrnimmt und sich über die Augen mitteilt. Ihr Vater will sich nicht festlegen: "Manchmal habe ich den Eindruck, sie versteht, was ich mit ihr rede, und dann wieder nicht." Er findet nüchterne Worte, sagt, dass sich Vanessa erst wieder neu sortieren muss.
Ihr Zustand bringt es mit sich, dass viel über Vanessa geredet wird, sie sich aber nicht äußern kann. Doch es gab einen Moment, in dem sie gesprochen hat. Es war nur ein Flüstern. Als ihr in der Reha die Magensonde eingesetzt wurde, sagte sie zu ihrer Mutter: "Mama, wann hört die Scheiße endlich auf?"

 

2017

Zum dritten Mal geht die Spende des Neujahtstauchen an unsere Kleinsten - den Kindergarten Pusteblume, Dromersheim.

Sie dürfen sich über 750,- € freuen. Der Förderverein wird das Geld sorgsam für die Erneuerung von Spielgeräten verwenden.

 

2016            

In diesem Jahr unterstützen wir gerne die Grunschule am Hörnchen in Dromersheim.

Die Schule braucht neue Spielgeräte auf dem Spielplatz/Schulhof, was wir sehr gerne unterstützen wollen.

Ein Betrag von 850 Euro haben wir dieses Jahr zu spenden, was uns erfreut. Wieder eine Steigerung der Spende die unsere Grundschule gut gebrauchen kann.

 

2015            

Auch im Jahr 2015 hat das Ehepaar Laurijsse als Organisatoren dem Dromersheimer Kindergarten "Pusteblume" wieder eine Spende zukommen lassen.

Die Scheckübergabe erfolgte direkt an den Förderverein des Kindergartens. Dieses Jahr war das Erlös der Veranstaltung 500,- €. Ein Betrag der auch dieses Jahr einen guten Zweck gefunden hat.

 

 

2014            

Spende für den kath. Kindergarten Pusteblume

Seit einigen Jahren organisiert Herr Laurijsse und Frau Pleines das Neujahrstauchen am Rhein bei Frei Weinheim.
Die Veranstaltung wird zunehmend beliebter. Bei 11° Außentemperatur und 7° Wassertemperatur sind über 20 Teilnehmer ohne Neoprenanzüge in den Rhein gesprungen. Zahlreiche Gäste haben an dieser Veranstaltung teilgenommen und wurden mit warmen Getränken und warmem Essen bewirtet.
Der Erlös aus dieser Veranstaltung in Höhe vom € 200,- wurde jetzt dem Kath. Kindergarten Pusteblume gespendet. Träger, Kindergartenleitung und Elternausschuss habensich sehr gefreut und sind dankbar für diese Spende. Da in unserem Kindergarten dringende An- bzw. Umbauarbeiten nötig sind,hoffen alle, dass viele Vereine, Firmen oder sonstige Institutionen diesem guten Beispiel folgen werden. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ an die Spender.
Maria Kokott

(Quelle: Pfarrbrief „Einblick“ zu Ostern 2014 - Sankt Martin, Aspisheim; St. Peter und Paul, Dromersheim)

Foto: Sandra Kokott